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Stealth im Rollenspiel, Teil 2: Was zeichnet Stealth Based Games aus?

Nach der Vorstellung einiger Stealth Based Games (SBG) soll es heute darum gehen, was diese Spiele auszeichnet.

Captain Obvious

Das wesentliche Merkmal eines SBGs ist, dass der Spielercharakter (SC) heimlich agieren soll. Um dieses Verhalten zu erreichen, gibt es mehrere Ansätze:

  • Einer gegen viele: Der SC ist stark in Unterzahl und evtl. auch noch schlecht ausgerüstet. Wird er entdeckt und ein Alarm ausgelöst, kann er kaum noch etwas tun, außer hoffentlich wieder irgendwie abtauchen. Im direkten Kampf wird er verlieren. Dieses Prinzip wird von der Metal Gear Solid-Reihe verfolgt, am Stärksten imho in MGS1.
  • Erzwungene Heimlichkeit: Eine Entdeckung führt zum Game Over, egal ob der SC noch abhauen könnte oder nicht. Beispiele sind z. B. die Rede in MGS2 oder etliche Segmente in jedem Assassin’s Creed-Teil ab AC2.
  • Entdeckung führt zur Flucht: Dieser Ansatz findet sich in der Assassin’s Creed-Reihe immer wieder. Der SC kann hier seine Ziele nur durch Heimlichkeit erreichen, da eine Entdeckung eine Flucht des zu beseitigenden Gegners auslöst, die dann in eine Verfolgungsjagd mündet. Wird der SC erst in letzter Sekunde entdeckt, kann er trotzdem noch gewinnen. Wird er bereits früh entdeckt, ist das Ziel über alle Berge.

Da es in Rollenspielen kein “Game Over” im eigentlichen Sinne gibt, können wir Variante 2 getrost ignorieren.

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